kirchspiel_lang_neu
ekm_logo_mini

 

 

Einen Korb voll Äpfel steht in meiner Küche. Da kann ich eine Menge daraus machen. Apfelstückchen, Apfelkuchen, Apfelmus, Apfelwein sogar Apfeleis.  Der Apfel ist eine wunderbare und vielseitige Frucht.  Wer kennt das Wort nicht: einen Apfel jeden Tag erspart den Doktor alle mal…oder den Spruch, der Martin Luther zugeschrieben wird: Und wenn ich wüsste, dass morgen die Welt untergeht, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen. Der Apfel –lateinisch . „Malus“  und übersetzt das Böse, ist in unseren Gedanken stark mit dem Sündenfall in der Bibel verknüpft. Eva reichte Adam den berühmten Apfel, mit dem alles begann…

Weit gefehlt – auch wenn wir ihn auf Kunstwerken bestaunen können, er war es nicht. Sondern es war, eine andere Frucht… In der Bibel wird der Apfel aber trotzdem erwähnt. Sie dürfen jetzt einmal raten, wieviel mal.

Ein einziges Mal ist vom Apfel die Rede und es geht dabei um ein Rezept, kein Kochrezept, sondern ein Lebensrezept. Und es ist aufgeschrieben in der Weisheitsliteratur, in den Sprüchen Salomos:

„Wie goldene Äpfel auf einer silbernen Schale, so ist ein rechtes Wort zur rechten Zeit.“                          (Schlachter Übersetzung)

Das rechte Wort zur rechten Zeit – wie oft habe ich schon das falsche Wort zur falschen Zeit oder auch das rechte Wort zur falschen Zeit gesagt oder ich habe es einfach nicht geschafft, das, was ich sagen wollte auf die richtige Art und Weise rüber zu bringen.
Wahrscheinlich ist es Ihnen  auch schon so gegangen oder?
Weshalb passiert uns das?

Ich habe bei mir festgestellt, dass ich manchmal so von der Sache eingenommen war, die ich weitergeben wollte, dass ich mein Gegenüber nicht in Betracht gezogen habe. Ich wollte „mein Ding“ loswerden und habe nicht gemerkt, was für den andern im Augenblick wichtig oder dran war.

Wenn wir an andere etwas weitergeben wollen, egal ob im Beruf, zu Hause oder auch in der Gemeinde, müssen wir immer denjenigen in Betracht ziehen, an den wir etwas weitergeben wollen, sonst kann das von uns Gesagte gar nicht ankommen.

Zum  Nachdenken:
Was steht heute bei Ihnen an, mit wem müssen sie noch reden, an wen wollen sie etwas weitergeben?
Bitten wir doch Gott uns die Augen für unser Gegenüber zu öffnen, dass ich sie oder ihn in seiner Situation sehen kann und so „das rechte Wort zur rechten Zeit“ sagen kann. Amen

Mit herzlichen Grüßen für Sie und Ihre Lieben!

Ihre Pfarrerin Evelin Franke